Last Updated on 17 de Juli de 2026 by S22 Digital
- Gáldar, Gran Canaria
- 11. bis 13. Juni 2025
- Veranstaltungsorte: Museum und Archäologiepark Cueva Pintada · Theater Consistorial de Gáldar
Bei S22 Digital war es eine echte Ehre, an der Konzeption, Organisation und Durchführung einer so bereichernden Veranstaltung wie diesem internationalen Symposium mitzuwirken, das Gáldar drei intensive Tage lang zum Epizentrum des Denkens, des Gedächtnisses und der Amazigh-Kultur machte.
11. Juni | Sprache und Linguistik
Die Eröffnungssitzung fand im Konferenzsaal der Cueva Pintada unter der Koordination von Malika Assam statt. Behandelt wurden der aktuelle Zustand der Amazigh-Sprache, ihre gegenwärtigen Herausforderungen und ihre Verbindung zu den Kanaren und Melilla.
- Meftaha Ameur eröffnete den Tag mit einem Vortrag über die Herausforderungen der Wiederbelebung des Amazigh in der modernen Welt.
- Es folgte Carles Múrcia mit einer kritischen Überprüfung dessen, was wir über die alte Amazigh-Sprache wissen.
- Rumen Sosa zeichnete einen historischen Überblick über die Amazigh-Präsenz im Kanarischen Archipel.
- Mohand Tilmatine legte dar, wie sich das Amazigh im Fall von Melilla als europäische Sprache positioniert.
Ein abschließender Dialograum ermöglichte einen tiefgehenden Austausch zwischen Fachleuten und Teilnehmern.
12. Juni | Archäologie und Geschichte
Der Tag gliederte sich in zwei Sitzungen. Am Vormittag koordinierte Juan Francisco Navarro Mederos ein Panel über die historische Entwicklung des Amazigh-Volkes:
- Jorge Onrubia hob die Beziehung zwischen historischer Linguistik und Archäologie zum Verständnis der Amazigh-Ursprünge hervor.
- Mansour Ghaki behandelte die historische Terminologie über die autochthonen Völker Nordafrikas.
- Abdallah Fili und Helena de Felipe erforschten die Spuren der Berber im Mittelalter und in al-Andalus, sowohl in Texten als auch in archäologischen Funden.
Am Nachmittag moderierte Mansour Ghaki einen zweiten Teil, der sich auf die Amazighität auf den Kanaren und die zeitgenössische Identität konzentrierte:
- Verónica Alberto erläuterte die Besonderheiten der Amazigh-Bevölkerungen auf den Inseln.
- Malika Assam analysierte die Amazigh-Selbstdefinition zwischen dem 15. und 21. Jahrhundert.
- Juan Francisco Navarro vertiefte die identitätsstiftenden Elemente, die auf den Kanaren noch präsent sind.
- Renata Springer schloss mit einer Übersicht über die im Laufe der Zeit verfassten berberischen Zeugnisse.


13. Juni | Anthropologie, Schaffen und Abschluss
Der letzte Tag begann mit einer von Meftaha Ameur koordinierten Vormittagssitzung über soziale Dynamiken in Amazigh-Gemeinschaften:
- El Khatir Aboulkacem schilderte Situationen im marokkanischen Antiatlas und Rif.
- Dahbia Abrous stellte eine vergleichende Studie über die soziale Organisation in der Kabylei, im Aurès und im Mzab vor.
- Neila Saadi sprach über die kulturellen Amazigh-Aspekte in Tunesien und Libyen.
- Hélène Claudot-Hawad wies auf die Situation der Tuareg als bedrohtes Volk hin.
Am Nachmittag verlagerte sich das Symposium in das Theater Consistorial de Gáldar, wo die Kunst das Zepter übernahm:
- Der Tuareg-Dichter Hawad präsentierte seine Performance „La furigrafía para resistir a la asfixia de los horizontes“.
- Der Maler und Dichter Lahbib Fouad bot „Memoria de las piedras“, einen visuellen und poetischen Vorschlag von großer symbolischer Kraft.
Die Abschluss-Podiumsdiskussion, moderiert von Jorge Onrubia, versammelte herausragende Stimmen, um über die Gegenwart und Zukunft der Amazigh-Welt zu debattieren. Schließlich beendete ein festliches Konzert das Symposium mit den Klängen von Ithri Moraima (Melilla) und den kanarischen Gruppen Arife und Ínsula, die die kulturelle Vielfalt musikalisch feierten.

Abschließende Reflexion
Diese Begegnung bot nicht nur akademisches Wissen, sondern auch Emotion, Kunst und interkulturellen Dialog. Bei S22 Digital sind wir zutiefst dankbar, Teil dieser Initiative gewesen zu sein, die Identitäten geltend macht, Vielfalt fördert und Brücken zwischen Kontinenten und Generationen baut. Mehr über das Symposium erfahren Sie auf seiner Website.
