Horario: L–J 9:00–14:00 · 16:00–18:00 | V 9:00–14:00

+34 921 70 33 22

Contacto fuera de horario
ACTUALIDAD

12. Nationaler Kongress der öffentlichen Bibliotheken: Workshops, Vorträge und vieles mehr (Granada)

XII CONGRESO NACIONAL DE BIBLIOTECAS

Last Updated on 17 de Juli de 2026 by S22 Digital

Der 12. Nationale Kongress der öffentlichen Bibliotheken fand am 5., 6. und 7. November 2025 im Palacio de Congresos in Granada unter dem Motto „Öffentliche Bibliotheken: wo Kultur zum Recht wird“ statt. An drei Tagen befassten sich Fachleute des Bibliothekswesens, institutionelle Vertreter sowie nationale und internationale Expertinnen und Experten mit der Rolle öffentlicher Bibliotheken bei der Gewährleistung kultureller Rechte, dem Kampf gegen Desinformation und Zensur und der Einführung neuer technologischer Werkzeuge wie der künstlichen Intelligenz.

Die Eröffnungssitzung fand am Mittwoch, dem 5. November, statt. Der Tag begann mit der institutionellen Vorstellung und Eröffnung, die einem inspirierenden Vortrag von Luis García Montero, Dichter und Direktor des Instituto Cervantes, Platz machte, der den Reflexionsrahmen des Kongresses absteckte. Anschließend folgte der Vortrag „Kulturelle Rechte und Bibliotheken im europäischen Kontext: die öffentlichen Bibliotheken im ländlichen Arbeitsplan“ des Consejo de Cooperación Bibliotecaria (Rat für bibliothekarische Zusammenarbeit), der spezifische Leitlinien für kleine Bibliotheken vorstellte.

Danach richtete sich die Sitzung auf die Medien- und Informationskompetenz mit der Vorstellung des europäischen Projekts Media and Information Literacy Community Connections, präsentiert von Nereida Carrillo, Journalismusdozentin an der Universidad Autónoma de Barcelona und Präsidentin des Vereins Learn to Check. Es wurden zwei praktische Erfahrungen teilnehmender Bibliotheken geteilt: die Biblioteca Pública Provincial Francisco Villaespesa (Almería) und die Biblioteca Pública Municipal Pare Arques de Cocentaina (Alicante). Der Vormittag endete mit einer offenen, partizipativen Debatte über „Kulturelle Rechte: die Rolle der Bibliotheken“, moderiert von Gemma Carbó, Präsidentin der Asociación ConArte Internacional.

Nach dem Mittagessen war der Mittwochnachmittag einer Best-Practice-Sitzung gewidmet, die Erfahrungen in der Medienkompetenz mittels Lernvideospielen, kultureller Vermittlung mit schutzbedürftigen Gruppen und Programmen zur Medien- und Informationskompetenz zusammenbrachte.

Der Donnerstag, der 6. November, wurde mit dem Beitrag „Lesen und Neurowissenschaft“ von Dr. Diego Emilio Redolar Ripoll, Dozent für Neurowissenschaft und Leiter des Psychologiestudiengangs an der Universitat Oberta de Catalunya, eröffnet. Diese anfängliche Reflexion machte einer Podiumsdiskussion über „Sammlungspolitik, politische Einmischung und Zensur“ Platz, moderiert von Margarita Pérez Pulido, Dozentin an der Universidad de Extremadura. Daran nahmen Josep Vives Gràcia, Cristina Rubal González, Antonio Morales Comalat und Francesc Xavier González-Cuadra teil, die die Perspektive verschiedener Verwaltungen und für Bibliotheksdienste sowie für die Verteidigung des freien Zugangs zu Informationen zuständiger Stellen einbrachten.

Nach der Kaffeepause fand eine umfassende Debatte unter dem Titel „Bibliotheken angesichts von Desinformation und Zensur in der heutigen Welt“ statt, moderiert von Felicidad Campal García. Es sprachen Vickery Bowles, Direktorin der Toronto Public Library; Claudia Șerbănuță, Präsidentin des Vereins Communities of the Future (Rumänien); und Sara Martínez Cardama, Dozentin an der Universidad Carlos III de Madrid. Die Nachmittagssitzung präsentierte Arbeiten über Bibliotheken angesichts von Desinformation, Bibliotheken als Räume der Demokratie, den Übergang „vom Buch zum Algorithmus“ und die berufliche Präsenz in sozialen Netzwerken.

Der letzte Tag, Freitag, der 7. November, gliederte sich um einen Block praktischer Workshops und eine parallele Sitzung. Die Workshops behandelten Themen wie kollaborative Strategien zur Problemlösung („Rutas de conexión“), die Verwandlung der Bibliothek in einen Verlag („Granada en re-construcción“), die Analyse von Sprichwörtern und ihrer Präsenz im Alltag („¿PAREMIOKÉ? Los refranes que nos acompañan“), die Methodik für eine vorausschauende Analyse der kommunalen öffentlichen Bibliotheken auf Grundlage von Statistiken und Strategien zur Stärkung der Bindung an die Nachbarschaftsgemeinschaft („Gánate al vecino: estrategias para ser imprescindibles“). Parallel dazu fand von 9:00 bis 10:30 Uhr eine spezifische Sitzung statt, die den Erfahrungen der Bibliotheken gewidmet war, die an diesen Programmen teilgenommen haben, mit dem Ziel, Diagnosen und Arbeitsinstrumente über die Gegenwart und Zukunft der öffentlichen Bibliotheken in Bezug auf kulturelle Rechte, Medienkompetenz, Sammlungsverwaltung und die Anpassung an aufkommende technologische Herausforderungen zu teilen.